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ACADEMIC FREEDOM IN MOTION

 

Menschenrechtsfilmfestival

ACADEMIC FREEDOM IN MOTION

8. - 11. Juni 2015

Hof 8, Campus der Universität Wien (Spitalgasse 2, 1090 Wien)

Schlechtwetteroption: Aula am Campus der Universität Wien

 


Von vom 8. bis 11. Juni 2015 findet im Rahmen der Feierlichkeiten „650 Jahre Universität Wien“ unter der Schirmherrschaft von Cornelius Obonya das Menschenrechtsfilmfestival ACADEMIC FREEDOM IN MOTION statt. Das Openairfestival widmet sich der besonderen Beziehung von Wissenschaft und Menschenrechten und behandelt filmisch Themen wie den Zugang zu Hochschulbildung sowie Universitäten als Räume studentischen Protests und Motoren gesellschaftlichen Wandels. Zu Beginn jeder Vorführung gibt es eine thematische Einführung durch  Filmschaffende, WissenschaftlerInnen der Universität Wien sowie ExpertInnen aus der Praxis.

Das Festival wird vom Forschungszentrum Menschenrechte der Universität Wien und das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte organisiert.

Der Eintritt ist frei, aufgrund der beschränkten Plätze ist eine Anmeldung jedoch unbedingt erforderlich: menschenrechte@univie.ac.at

Der Einlass erfolgt jeweils ab 19:00 Uhr.

Für die kulinarische Verpflegung im Hof 8 sorgen die Wrapstars & HyKitchen sowie ein Getränkestand von Ute Bock. Die Erlöse des Getränkestandes gehen direkt an die Ute Bock Initiative.

Das Filmfestival ACADEMIC FREEDOM IN MOTION wird in Kooperation mit der Stadt Wien Kultur, dem OPEC Fund for International Development, dem Campusfestival, dem Filmarchiv Austria, dem Filmclub Drosendorf und dem Menschenrechtsfilmfestival This Human-World sowie den MedienpartnerInnen profil online, Wiener Zeitung, Radio ORANGE und ray Filmmagazin veranstaltet.

Facebook EventOpens external link in new windowhttp://bit.ly/filmfestivalafim

8. Juni 2015: Eröffnung & SEPIDEH - REACHING FOR THE STARS

20:00 Uhr Eröffnung des Filmfestivals

Begrüßung durch Prof. Dr. Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien

Begrüßung durch Prof. Dr. Manfred Nowak, Leiter des Forschungszentrums Menschenrechte

Begrüßung durch Mag.a Muna Duzdar, Gemeinderätin, Stadt Wien


Berit Madsen // 2013 // Dänemark // 90 min. // Dokumentation 

„Education is the most powerful weapon which you can use to change the world.”  (Nelson Mandela)

Mit der UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (kurz: CEDAW) wurde 1979 ein bedeutender Menschenrechtsvertrag sowie ein Instrument zur Bekämpfung von Geschlechterdiskriminierung geschaffen, die unter anderem auch den gleichen Zugang zu Hochschulbildung inkludiert und auf tatsächliche Gleichberechtigung von Mann und Frau abzielt. Österreich ratifizierte die Konvention 1982, einige Staaten wie z.B. der Iran oder die USA haben dies nach wie vor noch nicht getan.

Auch an der Universität Wien wurden Frauen erst 1897 zugelassen - 532 Jahre nach ihrer Gründung in 1365. Der Zugang von Frauen zu universitärer Bildung war, und ist es in Teilen der Welt bis heute, stets schwer erkämpft. So auch im Iran, wo die rechtliche und gesellschaftliche Ordnung von „traditionellen“ Vorstellungen der Rolle der Frau durchzogen ist. Dies manifestiert sich unter anderem in geschlechterspezifischen Fächerbeschränkungen an Universitäten. Dennoch gibt es auch im Iran breite Frauenrechtsbewegung die ein neues Frauenbild propagieren und Frauenrechte einfordern.

Synopsis: Sepideh will Astronautin werden. Ihre Nächte verbringt sie damit die Geheimnisse des Universums zu erkunden, während ihre Familie alles daran setzt, sie davon abzuhalten ihren Traum zu verwirklichen. Die Erwartungen an ein iranisches Mädchen unterscheiden sich nämlich immens von Sepidehs Träumen und gefährden ihre Pläne die Universität zu besuchen. Aber Sepideh gibt nicht auf und kämpft dafür sich Ihren Traum von der Hochschulbildung zu erfüllen. Trailer: Opens external link in new windowhttps://youtu.be/wTzbIc6oiqs

Filmgespräch mit Berit Madsen (Regisseurin)  und Dr. Jaleh Lackner-Gohari (Ärzte ohne Grenzen, Iranisches Wien). Moderation: Prof. Manfred Nowak (Forschungszentrum Menschenrechte, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte)

Der Eintritt ist frei, aufgrund der beschränkten Plätze ist eine Anmeldung jedoch unbedingt erforderlich: menschenrechte@univie.ac.at. 

Der Einlass erfolgt ab 19:00 Uhr. 

Facebook Eventbit.ly/afimSepideh 

9. Juni 2015: THE MORTAL STORM

Frank Borzage // USA // 1940 // Spielfilm // OmdU

„[D]a es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen.“

(Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

Vorfilm: Die erste nationalsozialistische Studentenkundgebung in Wien (Ostmark Wochenschau / 1938 / Wien / 1 min. / Archivmaterial)

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und der internationale Menschenrechtsschutz wie wir ihn heute kennen sind eng verwoben mit den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und den Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes. Die Erklärung war Antwort der internationalen Staatengemeinschaft auf die Schrecken Shoah und einen Apell dass sich Ausschwitz und Mauthausen nicht wiederholen dürfen und es daher internationaler, rechtsverbindlicher Menschenrechtsinstrumente bedarf.

Synopsis: Süddeutschland 1933: Der Universitätsprofessor Victor Roth führt mit seiner Familie ein zufriedenes Leben, was sich drastisch ändert, als Adolf Hitler an die Macht kommt. Die meisten EinwohnerInnen von Roths Heimatstadt unterstützen die neue Führung, doch einige seiner FreundInnen, unter ihnen Martin Breitner, weigern sich. Victor Roth, selbst kein “Arier”, stellt sich gegen die von den Nazis eingeführte arische Überlegenheit. Er verliert seinen Lehrstuhl und wird in ein Konzentrationslager gebracht. Mortal Storm war einer der ersten Anti-Nazi Filme Hollywoods und die Aufführung des Films wurde von Goebbels verboten. Erst 1957 wurde der Film in Deutschland uraufgeführt. Es findet ein Filmgespräch in deutscher Sprache statt. Trailer: Opens external link in new windowhttps://youtu.be/aUYKdoEzWgU

Es findet ein Filmgespräch mit Prof. Rudi Gelbard (Zeitzeuge) und Katharina Kniefacz (Universität Wien, Institut für Zeitgeschichte) statt.

Der Eintritt ist frei, aufgrund der beschränkten Plätze ist eine Anmeldung jedoch unbedingt erforderlich: Opens window for sending emailmenschenrechte@univie.ac.at.

Der Einlass erfolgt ab 19:00 Uhr

10. Juni 2015: FIRE IN THE BLOOD

Dylan Mohan Gray // 2013 // Indien // 87 min. // Dokumentarfilm

Bereits Art 27 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte legt fest dass alle Menschen das Recht haben an „wissenschaftlichem Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben“.

In Zeiten wachsender Ökonomisierung von Forschung spielen wirtschaftliche Interessen eine zunehmend wichtige Rolle, besonders im Bereich der Pharmaindustrie. Durch wirtschaftliche Interessen von Pharmakonzernen wird der diskriminierungsfreien Zugang zu Medikamenten, den Art 12 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte festschreibt, maßgeblich erschwert. Dies macht das Spannungsfeld von wirtschaftlichen Interessen in privat finanzierter Forschung und Grundsätzen der Wissenschaftsethik deutlich.

Synopsis: Der Film erzählt wie westliche Pharmafirmen und Regierungen in den Jahren nach 1996 den Zugang zu billigen AIDS Medikamenten für südliche Staaten blockieren - wodurch 10 Millionen oder mehr unnötig sterben – sowie die Geschichte einer Gruppe von Leuten die sich entschieden haben dagegen anzukämpfen. Es ist so auch die Geschichte dieser bemerkenswerten Koalition die zusammen kam um “das Verbrechen des Jahrhunderts” zu stoppen und Leben zu retten. Der Film ist in vier Ländern gedreht und inkludiert Beiträge von prominenten Figuren wie Bill Clinton, Desmond Tutu und Joseph Stiglitz. Trailer: Opens external link in new windowhttps://youtu.be/eVf2UUu_w4o

Filmgespräch mit Dylan Mohan Gray (Regisseur) und der VR Dr. Christiane Druml (Bioethikkommission Bundeskanzleramt; Medizinische Universität Wien). Die Veranstaltung findet auf englischer Sprache statt. 

Der Eintritt ist frei, aufgrund der beschränkten Plätze ist eine Anmeldung jedoch unbedingt erforderlich: Opens window for sending emailmenschenrechte@univie.ac.at

Der Einlass erfolgt ab 19:00 Uhr

Facebook Event: Opens external link in new windowhttp://bit.ly/afimFireInTheBlood

11. Juni 2015: LESSONS IN DISSENT (Österreich-Premiere)

Matthew Torne / 2014 / Hongkong / 98 min.  / Dokumentation

“Protest beyond the law is not a departure from democracy; it is absolutely essential to it.” (Howard Zinn)

Universitäten als Räume für kritisches Denken und gesellschaftlichen Diskurs waren historisch oft Räume studentischen Protests und dadurch Ausgangspunkte für gesellschaftlichen Wandel. Die chinesische studentische Demokratiebewegung vom Tiananmen-Platz, die 68er-Bewegung, die Grüne Bewegung im Iran, die StudentInnenproteste in Europa (#unibrennt), der Arabische Frühling um nur einige Beispiele zu nennen. In Hong Kong fordern studentische Bewegungen in friedlichen Protesten demokratische Grundrechte, wie sie bereits in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ festgelegt sind (Artikel 21). Eine dieser Bewegungen ist die in „Lessons in Dissent“ portraitierte Bewegung des „Scholarism“, welche sich als Reaktion auf die Einführung des Schulfachs „Moralische und Nationale Erziehung“ in 2011 formierte. Ihr Initiator Joshua Wong legte mit ihr teilweise die Fundamente für die „Umbrella Revolution“.

Synopsis: Lessons in Dissent ist das Portrait einer neuen Generation von Hong Kongs Demokratie Aktivisten. Joshua Wong engagiert sich für die Verhinderung der drohenden Einführung des Unterrichtsfachs „Moralische und Nationale Erziehung“ und gründet die StudentInnen- und SchülerInnenbewegung „Scholarism“, in der er das Bildungswesen, die mangelnde Freiheit der Wissenschaft und die Verletzung der Grundrechte in Hongkong kritisiert. Seine Kampagne wurde von breiten Teilen der Bevölkerung unterstützt, immerhin 120.000 Demonstranten schlossen sich an die Proteste an. Trailer: Opens external link in new windowhttps://youtu.be/ePe2orhjiik

Filmgespräch mit dem Regisseur Matthew Torne und einem/r VertreterIn der Universität Wien. Moderation: Manfred Nowak (Forschungszentrum Menschenrechte, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte)

Der Eintritt ist frei, aufgrund der beschränkten Plätze ist eine Anmeldung jedoch unbedingt erforderlich: Opens window for sending emailmenschenrechte@univie.ac.at

Der Einlass erfolgt ab 19:00 Uhr.  

Facebook EventOpens external link in new windowhttp://bit.ly/afimLessonsInDissent

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