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Gewalt im Netz gegen Frauen und Mädchen

Trotz des wachsenden Bewusstseins für die zunehmende Verbreitung von Gewalt im Netz gibt es bisher nur wenige Daten über die tatsächlichen Ausmaße und die Auswirkungen dieses Phänomens. Aus diesem Grund führt das Forschungszentrum Menschenrechte der Universität Wien gemeinsam mit der Verbrechensopferhilfe Weisser Ring im Auftrag des Bundeskanzleramts und des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) ein Forschungsprojekt zur Gewalt im Netz gegen Frauen und Mädchen durch. Um eine ganzheitliche Bearbeitung des Forschungsthemas und die Einbindung diverser Perspektiven zu gewährleisten, werden während des gesamten Projektzeitraums relevante AkteurInnen miteinbezogen.

Das Forschungsprojekt besteht aus zwei Komponenten: Im ersten Teil wird eine Bestandsaufnahme von frauen- und mädchenspezifischen Gewalt im Netz in Österreich erstellt. Dies beinhaltet sowohl eine Analyse der rechtlichen Grundlagen als auch die Erhebung von quantitativen und qualitativen Daten. Im Rahmen der Erhebung wird zum einen ermittelt, in welchem Ausmaß sowie von welchen Formen von Gewalt im Netz Frauen und Mädchen betroffen sind. Zum anderen wird untersucht, welche Auswirkungen solche Übergriffe auf Betroffene haben, aber auch welche Strategien sie entwickeln um mit dieser Gewalt umzugehen. Basierend auf dieser Bestandsaufnahme werden im zweiten Teil des Projekts Trainings für MitarbeiterInnen von Gewalt- und Opferschutzeinrichtungen konzipiert, die österreichweit angeboten und durchgeführt werden. Die Trainings sollen BeraterInnen in den genannten Einrichtungen dabei unterstützen, Betroffene von Gewalt im Netz bestmöglich zu betreuen.

Forschungszentrum Menschenrechte
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