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Vielfalt und Chancengleichheit auf betrieblicher Ebene

Trotz rechtlicher Rahmenbedingungen zur Diskriminierungsbekämpfung gibt es in der praktischen Umsetzung noch massive Barrieren für Angehörige der vom Diskriminierungsschutz erfassten Bevölkerungsgruppen. Das von der EU-Förderschiene Progress kofinanzierte Projekt zielt in Zusammenarbeit mit Betrieben auf eine effektive Umsetzung des rechtlichen Diskriminierungsverbots, insbesondere auch im Hinblick auf die strukturelle Dimension von Diskriminierungen ab.

Das Projekt ist gekennzeichnet durch einen sehr praxisorientierten Forschungsansatz. Basierend auf den rechtlichen Rahmenbedingungen zur Diskriminierungsbekämpfung sowie auf theoretischen Konzepten zum Umgang mit Vielfalt in der betrieblichen Praxis werden mit ausgewählten Musterbetrieben konkrete Umsetzungsstrategien entwickelt. Dabei will das Projekt insbesondere Organisationsentwicklungsprozesse anregen, die den Prinzipien des Equality Mainstreaming gerecht werden. Dazu ist es notwendig, gemeinsam mit den Unternehmen den diesbezüglichen Status quo festzustellen und herauszuarbeiten, wie eine unternehmensspezifische Zieldefinition aussehen muss, welche konkreten Maßnahmen gesetzt werden müssten, um dieses Ziel zu erreichen, und wie bzw. unter welchen Bedingungen diese durchführbar wären.

Diese individuellen Organisationsentwicklungsstrategien werden den Unternehmen für eine konkrete Umsetzung zur Verfügung gestellt und fließen dann in einen Leitfaden für den Umgang mit Vielfalt und die Herstellung von Chancengleichheit in österreichischen Unternehmen ein.

Weiter soll ein Netzwerk von Unternehmen geschaffen werden, die sich verstärkt mit den Herausforderungen von Vielfalt in ihrer Belegschaft ebenso wie auf Seite ihrer KundInnen auseinandersetzen möchten, und die auch bereit sind, sich diesem Thema mit einem Fokus auf das Herstellen von mehr Chancengleichheit zu widmen.


Leitfaden "Vielfalt und Chancengleichheit im Betrieb":

 

Kontakt: Katrin Wladasch katrin.wladasch@univie.ac.at), Julia Kozma (julia.kozma@univie.ac.at)
Lead Organisation: Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte
Partnerorganisationen: Universität Wien, Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern, ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, respACT – business council for sustainable development
Laufzeit: 12/2009 - 10/2010
Gefördert von: Europäische Kommission, Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit; Stadt Wien – MA 17, Diversitätsangelegenheiten; Wirtschaftskammer Wien

Forschungszentrum Menschenrechte
Universität Wien

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